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Radwandern ist neben Fahren und Schieben die dritte Art sich mit dem Fahrrad fortzubewegen. Wie der Wortteil wandern schon andeutet, werden beim Radwandern ähnlich Reisegeschwindigkeiten erreicht, wie beim eigentlichen Wandern. Es hat genauso, wie das Wandern in der heutigen Zeit, nicht im Wesentlichen das Ziel voranzukommen, sondern unterwegs zu sein.

Der Radwanderer setzt die Effizienzvorteile des Fahrrads nicht dazu ein, schneller zu sein, sondern um den Energieverbrauch geringer zu halten als beim Zu-Fuss-Wandern. Durch die niedrige Geschwindigkeit hat das Rad eine geringe Stabilität und der Fahrer muss mehr und größere Ausgleichslenkbewegungen machen.

Die Verkehrspolitiker denken anscheinend beim Wort Fahrradfahrer automatisch nur an den Radwanderer. So werden praktisch alle verkehrspolitischen Entscheidungen mit dem Bild des Radwanderers im Kopf getroffen.

Krasses Beispiel ist das Bundesland Rheinland-Pfalz, das sich in einer Pressemitteilung rühmt, im Jahre 2008 12,1 Millione Euro für Radwegebau ausgegeben zu haben. In derselben Pressemitteilung wird dann Verkehrsminister Hering mit der Aussage zitiert, man setze konsequent auf den boomenden Radtourismus. Es wird auch gleich noch auf die Webseite des Landes www.radwanderland.de verwiesen. Diese Webseite begrüßt den interessierten Surfer dann auch gleich mit dem Spruch "Willkommen im Radwanderland Rheinland-Pfalz!". Darunter ein Bild eines schmalen Radwanderweges mit vier nebeneinanderfahrenden Radwanderern.

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