Bei Liegerädern ist die Sitzposition üblicherweise rückwärts geneigt sitzend oder liegend, die Tretbewegung erfolgt nach vorne. Bei einige wenigen Konstruktionen, den sogenannten Bauchliegern liegt der Fahrer in einer Schale oder Haltekonstruktion auf dem Bauch und tritt nach hinten.

Bauformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Liegerad gibt es drei grundsätzliche Bauformen, die über die Postion des Tretlagers und Sitzhaltung des Fahrers definiert werden.

Langlieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Langlieger ist das Tretlager hinter dem Vorderrad angebracht.

Kurzlieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kurzlieger ist das Tretlager vor dem Vorderrad angebracht, wodurch das Fahrrad wendiger wird.

Tieflieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tieflieger ist ein Kurzlieger mit extrem tiefer Sitzposition. Der Fahrer sitzt quasi zwischen den Laufrädern, die Sitzhöhe liegt zwischen 20 und 30 cm. Faustregel: Wenn Du dich im Stillstand mit der Hand am Boden abstützen kannst, ist es ein Tieflieger. Wegen der minimalen Stirnfläche werden Tieflieger oft als Rennmaschinen genutzt.

Sesselräder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sesselräder sind Langliegeräder, auf denen der Fahrer eine sitzende Position einnimmt. Das Tretlager ist deutlich unter der Sitzhöhe montiert.

Liegezweirad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Liegezweirad gibt es Unterschiede in der Lenkposition:

  • Obenlenker: Dabei befindet sich der Lenker auf Brusthöhe und ist meist nach vorne wegklappbar, um den Ausstieg zu erleichtern. Die Obenlenkung erfolgt direkt.
  • Untenlenker: Dabei befindet sich der Lenker unter dem Sitz. Die Lenkbewegung wird direkt oder mittels Gestänge auf das Vorderrad übertragen.

Liegedreirad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liegedreiräder sind dreispurige Liegeräder in zwei verschiedenen Bauformen. Sie werden im Alltag sowie zu Sport- und Reisezwecken verwendet.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den meisten Liegeradvarianten lässt sich der Ausleger in der Länge verstellen, so das nahezu jede Körpergröße Platz findet. Ebenso sind Liegeräder oft unter dem Sitz gefedert, um die Wirbelsäule bei Stößen zu schonen. Höherwertigere Ausführungen bieten eine Vollfederung an. Es gibt eine große Auswahl an Zubehör - von Packtaschen, über Schutzbleche, bis hin zu Lösungen für Körperlich behinderte Menschen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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